Am Sonntag veröffentlichte das ZDF eine vermeintlich brisante Recherche: In einer Dokumentation, die von dem öffentlich-rechtlichen Sender veröffentlicht wurde, wurde eine Verschwörungstheorie aus dem Netz weiterverbreitet. So wurde immer wieder impliziert, dass hinter der Reihe von Anschlägen, die Deutschland in den vergangenen Wochen erschütterten, eine Spur nach Russland führe. Es wird eine Verbindung zwischen Russlands „hybrider Kriegsführung“ und den Anschlägen hergestellt.
Doch die Indizien für diese Verschwörungstheorie, die die Dokumentation aufbringt, sind höchst fragwürdig: Mithilfe des Analysetools Google Trends will der in der Dokumentation als Experte ausgewiesene Datenanalyst Steven Broschart herausgefunden haben, dass bereits mehrere Tage im Vorfeld der Anschläge, etwa dem in Mannheim Ende vergangenen Mai, entsprechende Suchanfragen auf Google von Russland aus getätigt wurden.
Das Vorgehen ist dabei höchst problematisch: Google Trends ist lediglich für ungefähre Schätzungen von globalen Suchanfragen geeignet. Ein solches Phänomen, dass im Nachhinein Google Trends Suchanfragen bereits Tage vor dem infrage stehenden Ereignis anzeigt, lässt sich bei nahezu jedem unerwarteten Großereignis beobachten und steht in keinem Zusammenhang mit den Terroranschlägen.
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