Die Bayerische Versorgungskammer (BVK), hat durch riskante Immobilien-Spekulationen womöglich mehrere hundert Millionen Euro an Pensionsgeldern verspielt. Betroffen sind fast drei Millionen Personen aus verschiedenen Berufsgruppen, darunter Schornsteinfeger, Architekten und Tierärzte.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, investierte die BVK hohe Summen in gefährliche US-Immobilienprojekte. Während zunächst von 600 Millionen Euro die Rede war, stellte sich später heraus, dass insgesamt 1,6 Milliarden Euro in riskante Projekte investiert wurden. Die BVK räumte am 12. Dezember ein, dass ein Verlustrisiko von bis zu 690 Millionen Euro bestehen könnte. Investiert wurde in teure und teils hochriskante Prestigeprojekte wie die Transamerica-Pyramide in San Francisco, Luxushotels in Miami oder Immobilien in Manhattan, New York.
Besonders bedenklich: Teile des Geldes flossen unter anderem in Projekte eines Immobilienentwicklers, der wegen Steuerbetrugs verurteilt wurde, was der BVK offenbar nicht rechtzeitig auffiel. Allein für das Jahr 2024 musste die deutsche Pensionskasse mehr als 160 Millionen Euro auf ein 800-Millionen-Euro-Investment abschreiben, räumte jedoch ein, dass es bis zu 690 Millionen Euro sein könnten. Der BVK und dem Immobilieninvestor Michael Shvo drohen in den USA nun auch rechtliche Konsequenzen. Geschädigte Mieter und Käufer reichten eine Klage ein und forderten Schadenersatz. Auch Shvo selbst hat in den USA eine Forderung gegen die BVK eingereicht, da ihm angeblich noch Gebühren in Höhe von 85 Millionen Dollar zustehen.
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