In der heimischen Innenpolitik wird die Familie zwar regelmäßig und gerne hochgelobt, doch die politischen Maßnahmen dahinter lassen oft zu wünschen übrig. Ganz anders sieht das in einigen osteuropäischen Staaten aus. In Ländern wie Polen und Ungarn gehört es längst zum guten Ton in der politischen Auseinandersetzung, Familien und deren Entlastung tatsächlich in den Mittelpunkt zu stellen. Angesichts unserer sinkenden Geburtenrate müssten wir uns eigentlich dringend abschauen.
Wir alle kennen sie, die immer wiederkehrenden Phrasen in der innenpolitischen Debatte, wonach Familie das Rückgrat der Gesellschaft sei und deshalb auch entsprechende politische Berücksichtigung verdiene. Vor jeder Wahl rückt das Thema Familienpolitik in den Mittelpunkt. Versprechen werden gemacht, Forderungen aufgestellt und Reden blumig mit dem Bild der wertvollen Familie ausgeschmückt. Doch die tatsächliche Umsetzung all dessen lässt seit Jahren auf sich hoffen.
In Wahrheit sind die Belastungen für Familien so hoch wie nie. Eine Familie mit Kindern muss man sich heutzutage erst einmal leisten können. Auf der einen Seite erleben wir verwirrte linke Aktivisten, die davon sprechen, man solle heutzutage keine Kinder bekommen, da das schädlich für das Klima sei und Kinder zu viel CO2 verursachen würden. Dem gegenüber stehen dennoch viele junge Paare, die sich zwar Kinder wünschen, allerdings Sorge haben, ob sie sich diese überhaupt leisten können. Wenig überraschend gestaltet sich auch die Geburtenrate in vielen europäischen Ländern dementsprechend niedrig. Auch in Deutschland verkommt ein Leben als Familie mittlerweile de facto zum Luxusgut, das für viele immer schwieriger zu stemmen ist.
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