Die 20-Uhr-Ausgabe der ARD-Tagesschau gilt als Hochamt des bundesrepublikanischen Nachrichtenjournalismus. Was der Sprecher hier mit öffentlich-rechtlicher Autorität verkündet, ist für viele der nach wie vor treuen Zuschauer die absolute Wahrheit. Ausgerechnet in dieser Sendung musste die ARD nun nachträglich korrigierend eingreifen, weil sie über den Fall Ulmen/Fernandes die Unwahrheit verbreitet hatte.
Es geht um die Tagesschau vom 29. März. An diesem Sonntagabend berichtete die wichtigste Nachrichtensendung des Landes darüber, dass in Deutschland „seit Tagen“ Menschen auf die Straßen gehen, „um gegen digitale Gewalt zu demonstrieren. Heute forderten in München nach Angaben der Veranstalter etwa 6.000 Menschen strengere Gesetze gegen manipulierte Pornografie im Internet.“ In der in der ARD-Mediathek abrufbaren Version der Sendung endet die Meldung an dieser Stelle. Sie wurde nachträglich gekürzt.
Die Originalversion ist online nicht mehr verfügbar. Apollo News konnte aber eine archivierte Untertitelung rekonstruieren. Demnach sagte der Tagesschau-Sprecher weiter: „Auslöser sind die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes. Ihr Ex-Mann Christian Ulmen habe solche Videos im Internet verbreitet. Ulmen bestreitet das.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











