Carsten Linnemann fordert ein „Register für psychisch Kranke“ – darüber regten sich zum Jahreswechsel vor allem im Netz viele auf, unterstellten dem CDU-Generalsekretär Menschenverachtung und seiner angeblichen Forderung fast schon Traditionslinien zum Nationalsozialismus. Das Problem dabei – so hatte Linnemann es nie gefordert.
Hintergrund: Der Politiker hatte am 30. Dezember in einem Deutschlandfunk-Interview über Lehren aus dem Anschlag in Magdeburg gesprochen. „Wir haben große Raster angelegt für Rechtsextremisten, für Islamisten, aber offenkundig nicht für psychisch kranke Gewalttäter“. Dies sei ein „großes Defizit“ – „für diese Typen haben wir kein Raster in Deutschland (…) es reicht nicht aus, Register anzulegen für Rechtsextremisten und Islamisten, sondern in Zukunft sollte das auch für psychisch Kranke gelten.“
Daraus wurde schnell die falsche Erzählung gestrickt, Linnemann habe eine generelle Registrierung von psychisch Kranken gefordert. Dass er im Kontext des Interviews jedoch klar über „psychisch kranke Gewalttäter“ sprach, wurde dieser Erzählung ebenso schnell entgegengehalten.
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