Expertenkommission fordert Neuausrichtung der Entwicklungspolitik

vor etwa 1 Jahr

Expertenkommission fordert Neuausrichtung der Entwicklungspolitik
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Kommission „Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden“ fordert eine „Neuausrichtung“ der Beziehungen Deutschlands zu den Ländern des Globalen Südens. So heißt es anlässlich der Vorstellung des Abschlussberichts der Kommission. Ein Jahr lang hatten „zehn hochrangige Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft“ im Austausch mit weiteren internationalen „Experten“ aus eben jenen Bereichen Empfehlungen erarbeitet, die sie nun der Regierung vorgelegt haben.

Der Bericht deckt viele und komplexe Themenbereiche ab: Die europäische und globale Sicherheitskonstruktion wird ebenso auf notwendige Anpassungen überprüft wie finanzwirtschaftliche oder humanitäre Aspekte. Insgesamt werden sechs Bereiche beleuchtet: Geopolitik, Entwicklungspolitik, Ökonomie und Handel, Arbeitsmigration, internationale Finanzen und schließlich Klimapolitik.

Das ist korrekt. Zum einen zeigt sich hier eine wohltuend pragmatische Perspektive: Anstatt weinerlich und im Entrüstungsmodus zum Beispiel die Trumpsche Administration zu dämonisieren, wird deren „disruptiver“ Charakter lediglich beschrieben, und als Phänomen betrachtet, mit dem man umgehen muss. Die „sich abzeichnende (…) multipolare“ Weltordnung wird ohne Wertung zur Kenntnis genommen. Diese Sachlichkeit geht zwar vorhersehbarer Weise bei gewissen Themen ein Stück weit verloren, ist aber zumindest ein Schritt in die „richtige“ Richtung.

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