Evonik-Chef Kullmann zieht Kritik am CO₂-Handel zurück

vor 3 Monaten

Evonik-Chef Kullmann zieht Kritik am CO₂-Handel zurück
Bildquelle: Tichys Einblick

Fünf Monate sind im Mediengeschäft eine Ewigkeit. Und es scheint tatsächlich eine Ewigkeit vergangen zu sein, seit Christian Kullmann, seines Zeichens CEO des deutschen Chemiekonzerns Evonik, Ende Oktober mit der europäischen Klimapolitik hart ins Gericht ging.

Kullmann gab seinerzeit der Süddeutschen Zeitung ein Interview, in dem er, wenn nicht gar das Aus, so doch zumindest eine deutliche Abschwächung des EU-weiten CO₂-Zertifikatehandels angesichts der dramatischen Lage der Wirtschaft forderte.

Fünf Monate nach diesen überraschenden Aussagen, mit denen Kullmann für einen Augenblick das hartnäckige Schweigegelübde der deutschen Industriebosse brach, stellt sich in der Tat die Frage, ob es an irgendeinem Ort auf dieser Welt noch vergleichbare Projekte gibt wie das des europäischen CO₂-Regimes. Mit dem Ausstieg der USA aus der manischen Energieverknappung, dem endlosen Krieg gegen die konventionelle Energieerzeugung sowie der Regulierung der eigenen Industrieproduktion steht die EU in ihrem fanatischen Feldzug gegen ökonomische Vernunft allein auf weiter Flur. Niemand will mehr in die Melodie der europäischen Klima-Apokalyptiker einstimmen.

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