Deutsche Medien akzeptieren beim Thema Feminismus keine abweichenden Meinungen

vor 10 Monaten

Deutsche Medien akzeptieren beim Thema Feminismus keine abweichenden Meinungen
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SZ, Spiegel und taz: Sie alle stürzten sich jüngst auf das Evie-Magazin wie ausgehungerte Wölfe auf ein Reh. Vielleicht hinkt der Vergleich. Womöglich ist das konservative US-Frauenmagazin kein zartes Rehlein, sondern eine starke Löwin. Doch es entsteht der Eindruck: Evie, ein bewusst antilinkes Magazin für Frauen, stellt ein gefundenes Fressen für linke Journalistinnen dar. Mit der Sommerloch-Langeweile hat dieser Umstand wohl weniger zu tun. Eher mit dem Fakt, dass das Onlinemedium für junge Frauen für all das steht, was die SZ-, Spiegel- und taz-Autorinnen zutiefst verurteilen: Weiblichkeit, Schönheit, Romantik und Ehe. Im Evie-Universum sind Männer keine toxischen Feinde, sondern ebenbürtige Partner, das Patriarchat wird positiv ausgelegt und eine Frau, die sich für Haus und Kind statt Büro und Hund entscheidet, ist noch lange kein Heimchen am Herd.

Natürlich leben wir dabei in einem freien Land, in welchem es Journalisten freisteht, neue Medienprodukte wie Evie zu kritisieren. Nicht jedem muss Inhalt, Aufmachung und Schwerpunktsetzung gefallen. Doch die Berichterstattung von der deutschen Linksmedien sind ein Lehrstück darüber, wie hier mit Halbwahrheiten um sich geworfen und geframt wird.

Ende Juni erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Verriss des US-Magazins mit dem Titel „Vom Glück auf dem Melkschemel“. Die Autorin wirft dem Medium vor, rassistisch zu sein und das Patriarchat zu verherrlichen. Im Juli und August trotteten Spiegel und taz dann hinterher mit Artikeln, die im Grunde ein und dieselbe Tonart anschlagen wie die SZ. Auf welchen Grundlagen basiert die Behauptung der SZ-Autorin, Evie sei rassistisch? Kein Witz: Auf der Farbauswahl des Kleides, welches das Medium verkauft.

Das Rohmilch-Magd-Klein: für linke Journalisten der Inbegriff des Bösen.

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