Bei ihrer Synode hat die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) beschlossen, dass künftig auch Homosexuelle einen Trauungsgottesdienst bekommen sollen. Die Unterscheidung zwischen „Segnung“ und „Trauung“ ist damit aufgehoben, wie es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag heißt. Die Idee zu Trauungsgottesdiensten für alle Paare, unabhängig von der sexuellen Orientierung, ging auf einen Entwurf der „Arbeitsgruppe Queer“ innerhalb der Evangelischen Kirche zurück.
Die „AG Queer“ hatte auch zu einem öffentlichen Schuldeingeständnis angeregt, wie die Evangelische Zeitung am Mittwoch berichtete. Die Formulierung, die die Arbeitsgruppe in einem Papier erarbeitet hatte, wurde bei einer Gedenkminute übernommen. Die Evangelische Jugend Bayern (EJB) hatte bei der Synode nicht nur ein Schuldeingeständnis, sondern ein Schuldbekenntnis gefordert.
Die Synodenpräsidentin Annekathrin Preidel gedachte in einer Schweigeminute des Leids, das queeren Menschen durch die Kirche widerfahren sei. In dem Schuldeingeständnis der AG Queer, das sie aufgriff, heißt es: „Einzelne Verantwortliche und die Kirche als Ganze sind an betroffenen Personen schuldig geworden.“ Vergangenes Unrecht könne nicht ungeschehen gemacht werden. „Umso mehr muss aber künftig alles dafür getan werden, solch unangemessene Vorgehensweisen zu verhindern“.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











