Einen perfiden Kommentar der türkischen Zeitung Hürriyet leitet der Deutschlandfunk in seiner internationalen Presseschau mit einer glatten Lüge ein.
Um seine politischen Botschaften zu transportieren, ist der Deutschlandfunk nicht wählerisch, weder bei der Auswahl der „Experten“ als Interviewpartner, noch bei den Medien, die in der internationalen Presseschau zitiert werden. Israels Schläge gegen das iranische Atomwaffenprogramm, da ist man sich einig, sind in puncto Legitimität mindestens fragwürdig, eigentlich aber hochgefährlich und zu verurteilen. Entsprechend fällt die Auswahl der zitierten Medien aus. Neben der dezidiert linken israelischen Tageszeitung Ha’aretz, die im Land ein Nischendasein führt (Auflage: 72.000), sind das: die palästinensische Zeitung Al Ayyam (ein Fatah-Blatt, gegründet von der Autonomiebehörde), die libanesische Zeitung Elaph und der ultralinke britische Guardian.
Und die türkische Zeitung Hürriyet. So leitet der Deutschlandfunk das Zitat aus der Tageszeitung ein:„Im Süden Israels wurde nach offiziellen Angaben ein evakuiertes Krankenhaus von einer iranischen Rakete getroffen.“Das ist gleich eine doppelte Unwahrheit: Niemand hat behauptet, schon gar nicht „nach offizellen Angaben“, dass das Soroka Medical Center zum Zeitpunkt des iranischen Angriffs mit einer ballistischen Rakete evakuiert worden war. Vielmehr hatte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Moshe Bar Siman-Tov etwa 24 Stunden zuvor eine Entscheidung getroffen, die im Grunde Dutzende, wenn nicht Hunderte von Leben rettete: „Räumt den Operationssaal des Krankenhauses – er ist nicht sicher.“ Die Patienten wurden in tiefer gelegene Stockwerke verlegt. Als die Rakete einschlug, wurden nach Angaben des Krankenhauses 700 Patienten in Israels zweitgrößtem Krankenhaus versorgt.
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