In der vergangenen Woche warnte der griechische Migrationsminister Thanos Plevris davor, dass zurzeit 550.000 Migranten in Libyen darauf warteten, nach Europa überzusetzen. In der Neuen Zürcher Zeitung spricht die deutsche Sicherheitsexpertin und Politologin Hager Ali über diese Migranten – und andere aktuelle Entwicklungen bei neuen Flüchtlingsströmen.
NIUS dokumentiert wichtige Aussagen.
„Das gute Wetter spielt eine Rolle, dass die Reise von Libyen nach Kreta erleichtern kann. Die Insel ist knapp 300 Kilometer von Libyen entfernt und das Ziel vieler Migranten, die übers Mittelmeer nach Europa wollen. Hinzu kommt, dass sich die Situation im Nahen Osten, aber auch in Afrika verschärft hat. Es gibt gleich mehrere Krisenherde: den Krieg im Iran, den Krieg im Sudan und die Situation in Westafrika, wo es zum Beispiel in Mali wieder brodelt. Manche warten auf den richtigen Moment, nach Europa zu kommen. Andere hoffen, in Libyen Arbeit zu finden, um Geld für die Fahrt über das Mittelmeer zu verdienen. Wieder andere kommen jetzt in Libyen an, weil vor einigen Monaten ein Konflikt in ihrem Heimatland ausgebrochen ist.“
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