EU-Zahlen: Deutschland bleibt Hauptziel für Asylanträge in Europa

vor fast 2 Jahren

EU-Zahlen: Deutschland bleibt Hauptziel für Asylanträge in Europa
Bildquelle: Apollo News

Deutschland ist weiterhin Ziel Nummer eins für Asylbewerber in der Europäischen Union. Auch wenn die Anzahl der Asylanträge im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, entfiel etwa jeder vierte gestellte Asylantrag auf Deutschland. In der EU, Norwegen und der Schweiz wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 739.735 Asylanträge gestellt, wie aus vertraulichen Zahlen der EU-Asylagentur (EUAA) hervorgeht.

170.574 dieser Anträge wurden in Deutschland gestellt. Damit liegt die Bundesrepublik deutlich vor Spanien (122.096 Anträge), Italien (117.042) und Frankreich (115.652). Und das trotz eines Rückgangs der gestellten Anträge auch in Deutschland. In Italien stiegen die Zahlen um 25 Prozent und in Griechenland sogar um 39 Prozent. In Österreich halbierte sich die Zahl der Asylbewerber hingegen auf 18.984, was einem Rückgang von 57 Prozent entspricht.

Rund 30 Prozent aller Asylanträge in Deutschland wurden von Syrern gestellt. Afghanen (15 Prozent) und Türken (13 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Fast die Hälfte aller Asylanträge aus Syrien und Afghanistan in der gesamten EU entfällt auf Deutschland. EU-weit stammen die meisten Asylbewerber aus Syrien (14 Prozent), gefolgt von Afghanistan (8,6 Prozent) und Venezuela (7 Prozent).

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