In der Energiestrategie der Europäischen Union zeichnet sich ein bedeutender Kurswechsel ab: die Rückkehr zur Kernkraft. Deutschland steht dabei jedoch außen vor. Große Teile der Bundesregierung sind gegen eine Renaissance dieser effizienten Energiequelle. Aus dem Bundesumweltministerium wurde nun ein Papier bekannt, das die Strategie der EU deutlich kritisiert und am nationalen EEG-Alleingang festhalten will.
Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Anfang März auf dem Pariser Atomgipfel bekannt gab, plant die EU eine Wiederbelebung der Kernenergie in der Staatengemeinschaft. Die zuvor beschlossene Abkehr von der Atomkraft in Europa bezeichnete von der Leyen als einen „strategischen Fehler“.
Konkret sollen innerhalb der EU künftig Mini-AKWs, sogenannte Small Modular Reactors (SMR), errichtet werden, die dazu beitragen sollen, die Klimaziele zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Von der Leyen kündigte hierfür eine Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro an, um Investitionen in die Entwicklung der modularen Reaktoren anzukurbeln. Die Mittel sollen aus dem Emissionshandelssystem der EU stammen. Ziel ist es, dass diese Technologie Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit ist.
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