Die EU-Kommission hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland halbiert. Angesichts der teuren Energiekosten, die auch in Folge des Irankriegs angezogen sind, geht die EU nur noch von einem Wachstum von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, wie aus den Berichten für die einzelnen Mitgliedsstaaten hervorgeht. Im Herbst hatte die Prognose noch bei 1,2 Prozent gelegen. Doch die steigenden öffentlichen Ausgaben würden sich positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken.
Auch für das gesamte Gebiet der Europäischen Union wird von einem niedrigeren Wirtschaftswachstum ausgegangen. Während man im herbst noch von einem Wachstum von 1,4 Prozent ausgegangen war, rechnet die Kommission nun nur noch mit einem Wachstum von 1,1 Prozent für das laufende Jahr. Der Krieg im Nahen Osten habe einen „neuen Energieschock“ augeslöst, „der die Inflation wieder anheizt und die Wirtschaftsstimmung erschüttert“, heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Kommission.
Doch wenn sich die Situation an den Energiemärkten wieder entspanne, könne es 2027 zu einer Verbesserung des Wirtschaftswachstums kommen. Es wird mit einem leichten Anstieg des Wachstums auf 1,4 Prozent gerechnet. Als Netto-Energieimporteur sei die EU besonders anfällig für die Folgen von Kriegen im Nahen Osten. Es wird damit gerechnet, dass das gesamtstaatliche Defizit der EU von 3,1 Prozent des BIP auf 3,6 Prozent ansteigen wird.
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