Die Europäische Union will den Bau von 380 erdgasbetriebenen Bussen und den Ausbau von Buslinien im Senegal fördern. Dazu soll es eine Unterstützung in Höhe von 320 Millionen Euro geben. Doch der Auftrag könnte nicht an ein europäisches, sondern an ein chinesisches Unternehmen gehen, wie Euractiv berichtet. Das sorgt bei EU-Parlamentariern für Unmut.
Die schwedische Firma Scania ist das einzige europäische Unternehmen, das sich beworben hat. Brisant an dem Vorfall ist, dass das Projekt im Senegal Teil der EU-Strategie „Global Gateway“ ist. Diese Strategie soll den Ausbau der Infrastruktur in Entwicklungsländern fördern und zugleich demokratische Werte stärken. Damit will man ein Gegengewicht zum chinesischen Projekt der „Neuen Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative) bilden.
Euractiv liegt ein internes Dokument vor, wonach die chinesische Firma CRRC als Favorit für die Förderung des Projekts in der senegalesischen Hauptstadt Dakar gilt. Die von der chinesischen Regierung stark subventionierte Firma konnte einen Preis anbieten, der nur halb so hoch ist wie der der schwedischen Firma Scania und der anderen chinesischen Firma King Long.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











