EU finanziert Journalistennetzwerk mit 600.000 Euro nach Europawahl

vor 10 Monaten

EU finanziert Journalistennetzwerk mit 600.000 Euro nach Europawahl
Bildquelle: Apollo News

Die Europäische Kommission hat das Journalistennetzwerk „Projekt zur Berichterstattung über organisierte Kriminalität und Korruption“ (OCCRP) nach der Europawahl mit über 600.000 Euro gefördert. Das geht aus der Antwort der EU-Kommission auf eine Anfrage des EU-Abgeordneten Petr Bystron hervor. Die Berliner Zeitung hatte zuerst berichtet. Der AfD-Politiker wollte in seiner Anfrage wissen, wie viel die EU-Kommission dem Netzwerk OCCRP seit 2020 an Unterstützung gezahlt hat. Es wurde auch von der US-Entwicklungshilfe gefördert.

Laut Medienberichten soll das Netzwerk zwischen 2013 und 2024 insgesamt 1,1 Millionen Euro Förderung von der EU erhalten haben, wie Bystron in seiner Anfrage erwähnt. Die EU-Kommission antwortete daraufhin am 28. August: „Seit 2020 hat das Projekt zur Berichterstattung über organisierte Kriminalität und Korruption (OCCRP) durch seine Teilnahme an einem laufenden Projekt eine EU-Kofinanzierung in Höhe von 604.269 EUR erhalten“. Das Schreiben liegt Apollo News vor.

Die Kommission verlinkt auf das EU-Projekt „Next-level Data and Tools for Investigative Journalism“ (Next-IJ), das Journalisten bei der investigativen Recherche unterstützen soll. Laut der Informationswebseite des Projekts startete dieses jedoch erst im November 2024, also nach der Europawahl im Juni 2024. Auf der Webseite steht, dass OCCRP seit Beginn des Projekts insgesamt 604.269,23 Euro erhielt.

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