„Es reicht eben nicht, kein Täter zu sein“, sagt eine Sprecherin der Organisation „Nur ja heißt ja“ vor Hunderten Männern am Brandenburger Tor. Auch andere Redner machten auf der Demonstration diese Ansage. Am Donnerstag fand in Berlin die Demonstration „Männer gegen Gewalt“ statt, zu der laut den Veranstaltern rund 3.500 Teilnehmer kamen; laut Polizei waren es lediglich 800. Männer müssten sich hinterfragen, forderte die Rednerin, und „hingucken“.
Bei der Demonstration war auch der Grünen-Politiker Felix Banaszak anwesend. Er sagte im Vorfeld der Demonstration gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Ich wünsche mir, dass am Donnerstag viele Männer mitlaufen: Schüler, Väter, Kollegen, Minister.“ Dazu lud er auch explizit den Bundeskanzler ein. Merz würden etwas „frische Luft“ und ein „klares Zeichen der Solidarität mit Frauen“ sicher gut zu Gesicht stehen. Männer müssten im Kampf gegen Gewalt an Frauen endlich lauter werden, so Banaszak (Apollo News berichtete).
„Statt den Herrentag mit Alkohol und (sexualisierter) Belästigung zu feiern, setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Solidarität mit FLINTA*“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung auf Instagram. FLINTA steht für Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nichtbinäre, Transgender und Asexuelle. „Lasst uns über Männlichkeit, Gewalt und Verantwortung sprechen und mehr Männer für feministische Positionen gewinnen“, so die Organisatoren.
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