Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat Friedrich Merz wegen des Tankrabatts kritisiert, der in wenigen Tagen beginnen soll. Außerdem rechtfertigt sie ihre Aussage von vor einer Woche, dass die Menschen wegen steigender Spritpreise weniger Kleidung kaufen sollen (mehr dazu hier). Die Moderatorin Maischberger verwies am Dienstagabend auf eine Aussage des Kanzlers, der meinte, der Sachverständigenrat solle die Regierung beraten und nicht öffentlich belehren. Schnitzer entgegnet, dass ihr Auftrag auch die Aufklärung der Öffentlichkeit sei.
Merz habe wohl aus dem Blick verloren, meinte sie, dass „alle, wirklich alle Ökonominnen und Ökonomen“ ihm von der Einführung des Tankrabatts abgeraten hätten. Ab dem 1. Mai soll der Tankpreis um 17 Cent brutto reduziert werden. Wenn er es doch umsetze, müsse Merz sich anhören: „War keine gute Idee.“
Maischberger fragte Schnitzer, ob ihre Wortwahl richtig gewesen sei, dass die Menschen sich ein oder zwei Pullover weniger kaufen sollen. „Es ist doch tatsächlich so“, sagt die Ökonomin. „Wir reden über Mehrkosten von 30 bis 50 Euro. Das ist etwas, das die allermeisten Menschen wegstecken können.“ Auf ein halbes Jahr gerechnet wären das 180 bis 300 Euro. „Das sollten die allermeisten Menschen auf der hohen Kante haben“, sagt sie und verweist auf größere Ausgaben wie die Reparatur einer Waschmaschine, die den gleichen Betrag auf einmal kosten würde.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











