Nach Merz‘ desaströser Entscheidung, ein Waffenembargo gegen Israel auszusprechen und dem völlig misslungenen Glättungsversuch am Sonntag (mehr dazu hier), will jetzt CSU-Chef Markus Söder gemeinsam mit dem Kanzler und CDU-Vorsitzenden einen Ausweg aus dessen jüngster Kursänderung in der deutschen Israel-Politik finden. Die von Merz am Freitag verkündete Neuausrichtung hält Söder für einen schwerwiegenden Fehler – und fühlte sich zudem vollständig übergangen, heißt es bei Bild. „Es geht jetzt um die Exit-Strategie“, erklärte ein CSU-Vertreter gegenüber Bild.
Aus Sicht der Bayern soll Kanzler Merz seine Position revidieren: Sanktionen gegen Israel, wie ein Waffenembargo, dürfe es nicht geben, heißt es bei der Bild. Als möglicher Vermittler zwischen CDU und CSU steht offenbar wieder CSU-Innenminister Alexander Dobrindt zur Verfügung. Dobrindt war bereits mehrere Male als Retter in der Not für Merz eingesprungen, so etwa auch, als Merz im ersten Wahlgang bei der Bundeskanzlerwahl nicht gewählt wurde und Dobrindt mit den Linken und den Grünen verhandelte, um zügig einen zweiten Wahlgang möglich zu machen.
Diplomatie wird dabei dringend nötig sein: Seit der Aussage von Merz zu Israel herrscht zwischen CDU und CSU heftiger Streit. Vor allem, weil CDU-Chef Merz vor der Verkündung des Stopps der Waffenlieferungen nach Israel nicht mit der CSU gesprochen hat. Nach Angaben der Bild soll Söder „besonders sauer“ über die Entscheidung von Merz sein.
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