Die sogenannte „Pandemie der Ungeimpften“ sei heute wissenschaftlich nicht begründbar, erklärte Christian Drosten am Dienstag im ORF. „Im Nachhinein betrachtet würde man das so wägen, dass damals dann eine Teilnahmebeschränkung an öffentlichen Veranstaltungen für Ungeimpfte nicht mehr zu begründen war anhand der Übertragung selbst“, lenkte der Virologe, der damals medienwirksam für die Covid-Impfung warb, ein.
Das habe man aber erst in der nachträglichen Auswertung erfahren können, erklärte Drosten. Dabei hatte er bereits Ende 2021 gegenüber der Zeit erklärt, dass es keine „Pandemie der Ungeimpften“ gebe. Drosten nutzte diese Aussage damals im Hinblick auf die neue Virusvariante Omikron, um für die Impfstoffe, genauer die Auffrischimpfungen, zu werben.
Im ORF erklärte der Virologe außerdem, es sei von Anfang an die Intention gewesen, „dass man wartet mit der Erkrankung, bis eine Impfung da ist, und dass man dann diese Impfung auch in die Bevölkerung bringt, und dann unter dem Immunschutz das Virus zulassen kann.“ Die Vergabe der Impfstoffe sei dann „natürlich wirklich eine Rettung“ gewesen, da es sonst durch das Virus auch zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden gekommen sei.
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