Es hätte eine Trendwende sein können: Mit überraschender Klarheit hatten sich katholische Stimmen zur geplanten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zu Wort gemeldet. Kritik war nicht nur von jenen Bischöfen ausgegangen, die als „konservativ“ gelten und sich durchaus ab und an öffentlich gegen den Zeitgeist wenden. Auch aus dem Reformlager der Kirche ließ sich vernehmen, dass mit der Wahl der Juristin zur Verfassungsrichterin eine Schmerzgrenze überschritten würde.
Zuletzt mahnte der Erzbischof von Bamberg, Herwig Gössl, in erstaunlicher Klarheit. Er machte auf den „Abgrund der Intoleranz und Menschenverachtung“ aufmerksam, den Brosius-Gersdorfs Haltung zur Menschenwürde offenlegt.
Kurz darauf verteidigte er seine Aussagen noch gegen Kritik aus der SPD. Das war nicht weiter schwierig, denn der Vorwurf der „Hetze“ erwies sich als absurd. Gössl wies darauf hin, dass er nicht einmal den Namen der Juristin genannt, sondern sich lediglich inhaltlich mit ihren Positionen auseinandergesetzt hatte.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











