Eineinhalb Jahre nach der Legalisierung von Cannabis haben Forscher einen ersten Evaluationsbericht des Konsumcannabisgesetzes vorgestellt und ziehen ein mäßiges Fazit: Der Konsum von Cannabis hat sich kaum verändert und auch der Schwarzmarkt existiert weiterhin. Einzig die Polizei hat deutlich weniger zu tun, was kaum verwundern darf, wenn der Kauf, Besitz und Konsum von Cannabis in weiten Teilen erlaubt ist.
Doch die Forscher machen einen Hammer-Vorschlag: Sie wollen die Cannabis-Verbotszonen auch auf normale Zigaretten und E-Zigaretten ausweiten. Eine Begründung: Polizisten würden oft nicht erkennen, ob dort jemand kifft oder einfach nur raucht. Das käme einem Rauchverbot in weiten Teilen des öffentlichen Raumes gleich.
„Wenn man sich vorstellt, dass ein Ordnungshüter aus der Ferne Jugendliche sieht oder auch junge Erwachsene, die rauchen, dann wissen die Beamten nicht – rauchen die nun Zigaretten oder ist das Cannabis?“, sagte Prof. Daniel Kotz, Arbeitsgruppenleiter von „Suchtforschung und klinische Epidemiologie“ des Instituts für Allgemeinmedizin (ifam) und Centre for Health and Society (chs) und des Universitätsklinikums Düsseldorf, bei der Vorstellung des Berichts in der Bundespressekonferenz in Berlin.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











