Weil er nur zwei Wochen nach seiner Ankunft in Deutschland offenbar straffällig wurde, muss sich ein 26-jähriger Tunesier vor Gericht verantworten. Laut der Schwäbischen soll der Flüchtling einen Mitbewohner der Landeserstaufnahme im baden-württembergischen Sigmaringen am 31. August des vergangenen Jahres zunächst verbal, später aber auch mit einem Cuttermesser attackiert haben.
Am Sigmaringer Bahnhof kam es demnach zu einer verbalen Auseinandersetzung, ehe der Tatverdächtige das Opfer weiterverfolgte und am Abend in der Nähe einer Tankstelle versucht habe, dem Opfer mit dem Cuttermesser in den Rücken zu stechen. Das Opfer blieb zwar zunächst unverletzt, der Tunesier ließ aber nicht locker und soll versucht haben, mit einer Flasche nach dem Mitbewohner zu werfen. Dabei soll er „Ich töte dich“ auf Arabisch gerufen haben.
In der Unterkunft eskalierte die Lage dann: Der 26-Jährige soll dem Opfer hier zweimal in Hals und Hüfte gestochen haben. „Dass die Hauptschlagader des Opfers nicht verletzt wurde, war reiner Zufall“, hielt die Staatsanwältin am ersten Verhandlungstag am Montag laut der Schwäbischen fest.
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