Die linke Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) hat vor der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, dem Konrad-Adenauer-Haus, ein Denkmal für Walter Lübcke errichtet. Das Projekt, das als „Walter Lübcke Memorial Park“ bezeichnet wird, wird in einem Videotrailer sowie auf einer begleitenden Webseite vorgestellt. Die Aktion verfolgt erklärtermaßen ein politisches Ziel – und instrumentalisiert den rechtsterroristischen Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke für eine harte Intervention gegen die CDU und den Erhalt der Brandmauer.
Auf der Projektseite beschreibt das ZPS das Denkmal als „einmalige Gedenkstätte vor dem Konrad-Adenauer-Haus“ und erklärt, man wolle „dem ersten konservativen Todesopfer der AfD jetzt ein Denkmal direkt vor die Zentrale der CDU“ errichten. Der Mord an Lübcke wird im Text und im Video wiederholt als Ausgangspunkt genutzt, um der CDU eine angeblich zunehmende Nähe zur AfD vorzuwerfen.
Im Trailer wird der Mord an Lübcke stark mit der CDU verknüpft. Dort heißt es: „Der CDU-Regierungspräsident (...) wurde hingerichtet von einem Anhänger der AfD. (...) Walter Lübke passt jetzt auf die CDU auf, damit die Konservativen unsere Demokratie nie wieder verraten.“ Das Denkmal wird damit ausdrücklich als Erziehungsinstrument gegenüber der Partei inszeniert. „Walter Lübcke hat nicht geschwiegen. Er hat eine Grenze gezogen. Retten wir sein Andenken. Erinnern wir die CDU“, heißt es ergänzend auf der Webseite.
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