Immer neue Hinweise werfen schwerwiegende Fragen zum Lebenslauf des Attentäters von Magdeburg, Taleb Al-Abdulmohsen, auf. Nachdem Al-Abdulmohsen einen Patienten in einer Bernburger Fachklinik durch einen Fehler in Lebensgefahr brachte, hatte er hier Behandlungsverbot erhalten. Der Mann bekam schnell den Spitznamen „Dr. Google“, seine Deutschkenntnisse werden als sehr schlecht bewertet, obwohl er sich seit 2006 in Deutschland befindet und über Jahre als Arzt praktiziert hatte.
Wie die Bild nun berichtet, verdichten sich die Hinweise der Ermittlungsbehörden, dass Al-Abdulmohsen über kein abgeschlossenes Medizinstudium verfüge. Bei einer Durchsuchung wurden alle seine Papiere beschlagnahmt. Ein Justiz-Sprecher erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, dass im Falle eines gefälschten Medizinstudiums geprüft werden würde, „ob die zu erwartende Anklage um die Tatbestände des Betruges, der Urkundenfälschung und der versuchten Körperverletzung erweitert werden muss“.
Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt stellte die Approbation des Attentäters bereits ruhend und eröffnete ein Verfahren, sie ihm zu entziehen.
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