Wahlumfrage: Langsam und zäh, aber sie bewegen sich doch, die Zahlen

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Wahlumfrage: Langsam und zäh, aber sie bewegen sich doch, die Zahlen
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Beharrungskräfte in Deutschland, besonders in Westdeutschland sind groß, am stärksten dort, wo man über ein teils ererbtes, teils über Jahrzehnte angewachsenes Vermögen verfügt, sich im Staatsdienst oder sich in zwar wirtschaftlichen, aber dem Staatsdienst ähnlichen Positionen befindet. Aber auch dort merken immer mehr Leute, dass der Wohlstand schmilzt, vor allem, dass es den eigenen Kindern einmal schlechter ergehen wird als einem selbst und, wenn man nicht Intendant oder Fernsehdirektor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist, man nur mit Sorgen auf das eigene Rentenalter blicken kann, denn nicht nur die Demographie, nicht nur der stupende wirtschaftliche Nutzen der NGO-Kommissare und Gender- und Geschwätzwissenschaftsschaffenden, sondern auch die Turbo-Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme leisten bei der Absenkung des Rentenniveaus unverzichtbares. Vor der Dysfunktionalität der politischen Eliten lässt sich immer weniger die Augen verschließen.

Die neue Wahlumfrage von INSA spiegelt das bereits vorsichtig wieder. Die CDU käme auf 30 % der Stimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären und verlöre ein Prozent, die SPD auf 16 %, die Grünen auf 13 %, das BSW auf 6 %, die FDP auf 4 %, die Linke auf 3 %. Wenig erstaunlich klettert die AfD auf 22 %, ihr mögliches Potential liegt aber wesentlich höher. Schätzungsweise bei 25 %, Tendenz steigend. Ein eher suboptimales Gespräch im X Space mit Elon Musk, auch der Hitler-Lapsus können Alice Weidel nicht schaden. Schaden könnte Alice Weidel, die heute in Riesa zur Kanzlerkandidatin der AfD gewählt wurde, wohl nur eines, wenn sie erklärte, mit den Grünen koalieren und Robert Habeck und Annalena Baerbock in ihren Ministerien halten möchte. Schaden könnte ihr wohl nur noch das und auch nur dann, wenn es der letzte Wähler nicht als Witz, sondern als heiligen Ernst, als heiligen Friedrich-Merz-Ernst verstehen würde.

Immer mehr Wähler wollen in der Tat einen Politikwechsel, den die Union verweigert, weshalb die einzige Möglichkeit, das Weiter-so zu beenden, darin besteht, AfD zu wählen. Merz hat einfach nicht begriffen, dass er mit seinen grünen Backfischträumen zum besten Wahlhelfer der AfD wird. An Alice Weidels Stelle würde ich Friedrich Merz jeden Tag eine Flasche Sekt schicken, der Mann ist für sie derzeit unbezahlbar.

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