Vor dem Landgericht Erfurt stand am Mittwoch Mohammad S., ein Afghane zwischen 25 und 31, wegen schwerwiegender Straftaten vor Gericht. Es geht um Freiheitsberaubung, Nötigung, Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch eines Kindes. Die Kammer sieht bei dem Angeklagten ein hohes Rückfallrisiko. NIUS war vor Ort.
Selbst für die Verhältnisse der deutschen Migrationspolitik, der es an erschreckenden Verrücktheiten nicht mangelt, ist dieser Fall spektakulär: Mohammad S. kam 2016 über Dänemark nach Deutschland, ohne je einen Asylantrag gestellt zu haben – nach eigener Aussage, weil er „die Gesetze hier nicht kannte“. Sein Aufenthaltsstatus bleibt bis heute „geduldet“. Mohammad S. behauptet, in Afghanistan der NATO geholfen zu haben, weshalb er eine posttraumatische Belastungsstörung habe. 2016 sei diese diagnostiziert worden, seitdem befinde er sich in psychologischer Behandlung. Um seine Symptome zu lindern, nimmt er täglich elf verschiedene Medikamente, darunter Beruhigungs-, Schmerz- und Schlaftabletten.
In einem Fall beleidigte er einen Vollzugsbeamten mit den Worten: „Fick dich, du scheiß dreckiger Deutscher.“ Deswegen ist er auch in finanziellen Schwierigkeiten: Seine Schulden beliefen sich auf bis zu 10.000 Euro allein an Gerichtskosten.
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