Das Landesamt für Umwelt in Brandenburg hat einen Baustopp gegen sechs Windräder verhängt. Wie die Märkische Oderzeitung (MOZ) am Dienstag berichtet, folgte das Amt damit der Forderung einer Bürgerinitiative. Im Angermünder Stadtteil Crussow, in dem rund 500 Menschen leben, sollen die sechs neuen Windräder gebaut werden.
Die Bürgerinitiative „Crussow lebenswert“ argumentierte, dass die Windräder nicht gebaut werden dürfen, weil sich die Baustelle neben einem Brutplatz für Rohrweihen und Kraniche befindet. Die Vögel würden durch den Baulärm gestört werden, was nach EU-Richtlinien verboten sei. Der Horstbetreuer und Sprecher der Initiative hatte die Vögel fotografiert, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.
Daraufhin erklärte das Landesamt: „Störungen, die zur Aufgabe des Brutplatzes führen können, sind verboten.“ Der Bauherr müsse nun neue Maßnahmen unterbreiten, wie er dem Schutz der Vögel nachkommen will. Dass die Vögel in dem Gebiet brüten, sei laut dem Amt erst nach dem Genehmigungsverfahren festgestellt worden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











