Deutschland zahlt hunderte Millionen Euro Entwicklungshilfe an Afghanistan, die ausdrücklich für Projekte zugunsten von Frauen und Mädchen bereitgestellt werden. Nun sind mehr als 2.200 Menschen bei einem verheerenden Erdbeben im Osten des Landes ums Leben gekommen. Unfassbar: Frauen und Mädchen werden teilweise nicht aus den Trümmern geborgen und erhalten kaum Zugang zu medizinischer Hilfe, da die Geschlechtertrennungsvorschriften der Taliban den Helfern verbieten, sie zu berühren.
Wie die Deutsche Welle berichtet, haben Frauen aufgrund kultureller Normen und mangelnder weiblicher Helfer kaum Zugang zu medizinischer Versorgung oder Notunterkünften. Viele Hilfsorganisationen dürfen nur eingeschränkt mit weiblichem Personal arbeiten, weswegen Frauen und Mädchen nicht versorgt werden. In den betroffenen Gebieten, insbesondere in der Provinz Herat, sind viele Familien obdachlos.
Laut New York Times sorgen die strengen religiösen Vorschriften zudem dafür, dass Frauen kaum aus den Trümmern geborgen und behandelt werden, da das Personal fast ausschließlich männlich ist und die Taliban Hautkontakt zwischen Männern und Frauen, die nicht miteinander verwandt sind, verbieten. Betroffene dürfen nur von ihren Vätern, Brüdern, Söhnen oder Ehemännern geborgen werden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











