Am 20. Dezember wurde Deutschland Opfer eines furchtbaren Anschlags. Taleb. A. hatte seine Tat gründlich geplant: Er kundschaftete offensichtlich den Weihnachtsmarkt in Magdeburg aus, mietete ein Auto, versuchte so viele Menschen wie möglich zu töten. Eine Tat im dschihadistischem Stil – doch im Widerspruch mit dem Bild, was der Täter von sich seit vielen Jahren zu zeigen versucht: ein islamkritischer Ex-Muslim.
Wo ist der Ursprung seiner Radikalität? Wissen tut man bisher nicht viel darüber, wie Taleb A. aufgewachsen ist. NIUS sprach nun mit Quellen aus der arabischen Region. Die Insider vermuten, dass er eine psychisch-kranke Unberechenbarkeit in sich trägt und zugleich niemals extreme Ideologien vollständig abgelegt hatte.
Wie NIUS erfuhr, soll Taleb A. in seiner Familie Personen mit extremistischen Gedankengut haben. Darunter ein als islamistischer Terrorist eingestufter Mann. Vorname: Yahya Muhammad. Nachname: „AL-ABDUL-MUHSIN“. Im Kontext seiner Machenschaften soll er auch den Nachnamen „AL-ABU HAYDAR“ benutzt haben, heißt es.
Das ist der Terror-Cousin von Taleb A.: Yahya Muhammad Al-Abdul Muhsin.
Nachrichtenagenten aus den USA sowie dem Nahen Osten bestätigen gegenüber NIUS, dass es sich dabei um den Cousin von Taleb A. handeln soll.
Taleb wuchs in einer schiitischen Familie in Saudi Arabien auf, er stammt aus der Al-Ahsa-Region – sein Cousin aus dem Dorf Al Qarah.
Doch wer war sein Cousin? Yahya Muhammad soll ein Finanz-Netzwerk mitaufgebaut haben, um die islamistische Hisbollah zu unterstützen. Dabei ging es um ein Netz aus geschaffenen Unternehmen – Geldkuriere und Tarnfirmen –, um finanziell die Terrormiliz mit mehreren Millionen Dollar zu versorgen. Die Firmen waren vor allem in der Golfregion, darunter Katar, angesiedelt. „Dieses Netzwerk hatte Kontakt zu sehr hochrangigen Führer der Hisbollah“, so ein Agent zu NIUS.
Yahya Muhammad Al-Abdul Muhsin wurde von den USA wegen Terrorfinanzierung gelistet.
Yahya Muhammad Al-Abdul Muhsin gehöre demnach zu dem kriminellen Netz von Ali Reda Hassan Al-Banai, der Hisbollah-Vertretern im Libanon und Iran sehr nahesteht. „Das Geld wurde über Tarnfirmen gewaschen. Mehrere Banken waren im Spiel. Dann wurden die Gelder von Banai und seiner Familie an die Hisbollah überwiesen“, erzählt der Geheimdienstler weiter.
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