Der Terrorakt von Washington, begangen von einem einst mit den Amerikanern gegen die Taliban verbündeten Afghanen, zeigt einmal mehr, wie gefährlich die massenhafte Einwanderung aus dem Land am Hindukusch ist. Auch für Deutschland: Unzureichende Sicherheits-Checks führen zu unkontrollierter Migration auch von Straftätern. Afghanen stellen eine der größten Tätergruppen.
Die schwarz-rote Koalition wollte die Bundesaufnahmeprogramme beenden, doch noch immer werden Afghanen aus Pakistan nach Deutschland eingeflogen. Obwohl nur die Hälfte der etwa 1.800 Afghanen dort von der Ampel-Regierung eine rechtsverbindliche Aufnahmezusage bekam. Weil deutsche NGOs wie die Organisation „Kabul Luftbrücke“ die Fortsetzung des Aufnahmeprogramms für besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen gerichtlich erzwingen konnten, muss Bundesinnenminister Dobrindt sie ins Land kommen lassen.
Es gehe um weniger als 2.000 Personen aus vier unterschiedlichen Aufnahmeverfahren, darunter 218 im Rahmen des Ortskräfte-Programms. In den kommenden Wochen werde es weitere Aufnahmen geben, „möglicherweise auch in verstärkter Form“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Afghanen aus den Bundesaufnahmeprogrammen treffen in Hannover ein.
Einer der Gründe für den Innenminister, die Aufnahmeprogramme zu stoppen, sind Sicherheitsbedenken. „Menschen, die eine Sicherheitsüberprüfung nicht bestehen, können nicht nach Deutschland kommen“, stellte Alexander Dobrindt heute im Bundestag klar.
Wie berechtigt diese Sicherheitsbedenken sind, zeigt der Terrorakt, den Rahmanullah Lakanwal in Washington, D.C. verübte, als er zwei Soldaten der Nationalgarde angriff. Der Fall ist besonders aufsehenerregend, weil der Afghane Berichten zufolge über zehn Jahre in der afghanischen Armee diente – womit er etwa 15 Jahre alt gewesen sein muss, als er in die Streitkräfte eintrat – und an der Seite von US-Spezialkräften gegen die Taliban in Kandahar kämpfte. 2021 reiste er im Rahmen eines Programms der Biden-Regierung, das rund 90.000 Afghanen die Beantragung eines Sonder-Einwanderungsvisums ermöglichte, in die USA ein.
Fox News berichtet zudem, dass Lakanwal in Afghanistan mit verschiedenen anderen US-Regierungsbehörden zusammenarbeitete, darunter der Central Intelligence Agency (CIA). Konkret war er Teil der von der CIA unterstützten Kandahar Strike Force (KSF), in Geheimdienstkreisen als NDS-03 bekannt. Diese operierte außerhalb der Befehlskette des US-amerikanischen und afghanischen Militärs, jedoch direkt unter der CIA, und führte verdeckte Anti-Terror-Operationen durch, darunter nächtliche Razzien und Attentate gegen Taliban und al-Qaida.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











