Epsteins enge Kontakte nach Israel: Welche Rolle spielte der Mossad?

vor 5 Monaten

Epsteins enge Kontakte nach Israel: Welche Rolle spielte der Mossad?
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Teil II dieser Serie stellte Jeffrey Epstein als eine Art nachrichtendienstlichen Akteur dar, dessen Rolle dem verstorbenen Medienmogul Robert Maxwell ähnelte – einem Unternehmer mit nachgewiesenen Geheimdienstverbindungen, der zugleich der Vater von Ghislaine Maxwell war. Ghislaine Maxwell spielte in diesem Geflecht eine zentrale, wenn auch bis heute undurchsichtige Rolle.

Die Frage nach möglichen Verbindungen Epsteins zu Israel lässt sich nicht ausklammern. Seit der Veröffentlichung neuer „Epstein-Akten“ durch das US-Justizministerium haben israelische Regierungsvertreter – bis hin zu Premierminister Benjamin Netanjahu – entschieden bestritten, dass israelische Geheimdienste Beziehungen zu dem verstorbenen Sexualstraftäter unterhielten. In der Welt der Nachrichtendienste gilt ein solches Dementi als Standard: Kein führender Geheimdienst würde öffentlich einräumen, dass ein verurteilter Sexualstraftäter für ihn tätig war.

Spekulationen über mögliche Kontakte Epsteins zum israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad sind nicht neu. Allerdings stammen viele dieser Behauptungen aus zweifelhaften Quellen und sind nicht überprüfbar. In den veröffentlichten Akten finden sich zwar Hinweise und auch FBI-Berichte, in denen entsprechende Vorwürfe erwähnt werden. Besonders brisante Anschuldigungen gehen jedoch auf einen als äußerst unglaubwürdig geltenden Informanten zurück.

Zudem könnte es zutreffen, dass Epstein formal nie ein „Mossad-Agent“ war – zumindest nicht im klassischen Sinne. Er war offenbar kein gewöhnlicher Informant, sondern bewegte sich in exklusiven Kreisen und unterhielt Kontakte auf höchster Ebene. Wie schon Robert Maxwell zuvor scheint er in besonderer Weise behandelt worden zu sein. Der Autor der Serie kündigt an, in einem weiteren Teil darzulegen, inwiefern Epstein möglicherweise auf unkonventionelle Weise israelische Interessen gefördert habe.

Ehud Barak, Israels Premierminister von 1999 bis 2001, gilt als eine der am engsten mit der israelischen Sicherheitsarchitektur verbundenen Persönlichkeiten.

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