Entgegen Söders Darstellung: Offenbar auch bayerische Behörden für Abschiebeversagen verantwortlich

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Entgegen Söders Darstellung: Offenbar auch bayerische Behörden für Abschiebeversagen verantwortlich
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Vor drei Tagen griff der 28-jährige Afghane Enamullah Omarzai in Aschaffenburg eine Kindergartengruppe mit einem Messer an. Bei diesem Angriff kamen ein zweijähriger Junge und ein 41-jähriger Mann, der einschritt, um zu helfen, ums Leben. Drei weitere Personen wurden verletzt, darunter ein weiteres Kind und eine Erzieherin.

Der Tatverdächtige war 2022 nach Deutschland eingereist und hatte im März 2023 einen Asylantrag gestellt, der im Juni 2023 abgelehnt wurde. Gemäß dem Dublin-Verfahren wäre Bulgarien für seinen Fall zuständig gewesen, da er dort zuerst EU-Boden betreten hatte. Trotz der Ablehnung seines Asylantrags und seiner Ausreisepflicht blieb der Mann in Deutschland.

Entgegen früheren Darstellungen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann und des Ministerpräsidenten Markus Söder deuten nun Recherchen des Focus darauf hin, dass nicht nur das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), sondern auch die zuständige bayerische Ausländerbehörde in Unterfranken Versäumnisse zu verantworten haben könnten.

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