Rechtsextremisten, „Reichsbürger“ und sogenannte Selbstverwalter verfügen in Deutschland laut Bundesregierung weiterhin über Tausende legal registrierte Schusswaffen. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 waren insgesamt 4.052 erlaubnispflichtige Schusswaffen im Nationalen Waffenregister auf Personen aus diesen Milieus eingetragen.
Für die Grünen sind diese Zahlen ein Beleg dafür, dass bestehende Instrumente zur Entwaffnung nicht ausreichen. Der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Marcel Emmerich, spricht von einem sicherheitspolitischen Versäumnis. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte er, es sei „ein Skandal, dass Rechtsextremisten und Reichsbürger weiterhin über 4.000 Schusswaffen besitzen“. Dieses Waffenarsenal stelle „eine enorme Gefahr für unser Land und unseren Rechtsstaat dar“.
„Seit Jahren sinken die Zahlen nicht, und seit Jahren fordern Länder und Waffenbehörden Reformen, damit Entwaffnung schneller und konsequenter erfolgen kann“, sagte er. Wer die freiheitliche demokratische Grundordnung bekämpfe, dürfe keine Waffen besitzen; „Verfassungsfeinde müssen konsequent entwaffnet werden“.
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