Vor vier Jahren spielte der SV Elversberg noch in der vierten Liga. Der Zuschauerschnitt lag bei rund 1.600 Besuchern, kein einziges Spiel war ausverkauft. Der Verein war nur eingefleischten Fußballfans ein Begriff. Was dann folgte, gehört zu den bemerkenswertesten Aufstiegsgeschichten des deutschen Profifußballs.
Elversberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Spiesen-Elversberg, mitten im Saarkohlenwald. Mit rund 7.400 Einwohnern ist es der kleinste Bundesliga-Standort aller Zeiten. Das Dorf hat keinen eigenen Bahnhof, aber eine überschaubare Infrastruktur: einige Bäckereien, drei Buslinien und eine Schule. Seit 1983 steht hier das Waldstadion Kaiserlinde, das sich heute Ursapharm-Arena nennt. Die Arena wird derzeit auf 15.000 Plätze ausgebaut, das sind mehr als doppelt so viele Plätze, wie der Ort Einwohner hat.
Frank Holzer, ehemaliger Profifußballer und Mitinhaber des saarländischen Pharmaunternehmens Ursapharm, ist seit 1989 Präsident des Vereins. Damals war Elversberg hoch verschuldet. Holzer sanierte den Klub und baute ihn mit langfristigen Investitionen auf. Ursapharm, Spezialist für Augenmedizin und eines der wenigen wirtschaftlichen Aushängeschilder des Saarlandes, ist Hauptsponsor und Namensgeber des Stadions.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











