In der Berliner Bezirksverordnetenversammlung in Steglitz-Zehlendorf hat die SPD-Politikerin Ellinor Trenczek für einen Eklat gesorgt: Die SPD-Bezirksverordnete erschien zur Debatte über den jüngsten linksextremen Anschlag der „Vulkangruppe“ auf Berlins Stromversorgung in einem schwarzen Hoodie mit einem großflächigen Antifa-Aufdruck. Zuerst hatte die B.Z. darüber berichtet.
Ellinor Trenczek, Tochter der Berliner SPD-Gesundheitssenatorin Ina Czyborra, erklärte am Rednerpult: „Antifaschismus ist eine Frage der Haltung, eine Position gegen jede Form der Menschenfeindlichkeit.“ Und fügte hinzu: „Wer nicht antifaschistisch ist, ist faschistisch.“
Der CDU-Bezirkspolitiker Torsten Hippe warf Trenczek daraufhin eine „Antifa-Verherrlichungskampagne“ vor. Daraufhin rief sie dazwischen: „Was haben Sie gegen Antifaschismus?“ Hippe konterte: „Ich habe überhaupt nichts gegen Antifaschismus, wenn er nicht in Terror abgleitet und wenn er nicht Bezüge zum Terror hat. Das ist eine Scharnierfunktion zum Terror, und davon muss sich die SPD distanzieren.“ Bezirksvorsteher René Rögner-Francke (CDU) kommentierte den Vorfall am Donnerstag auf Anfrage der B.Z.: Strafrechtlich sei das Symbol nicht verboten, und es gebe keine festgelegte Kleiderordnung. Dennoch kündigte er an: „Aufgrund der Vorkommnisse werde ich im Ältestenrat ansprechen, dass man es künftig unterbindet.“
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