Einzelgespräche wegen Rechtsextremismus: Hessischer Verfassungsschutz verstärkt Arbeit an Schulen

vor etwa 2 Monaten

Einzelgespräche wegen Rechtsextremismus: Hessischer Verfassungsschutz verstärkt Arbeit an Schulen
Bildquelle: NiUS

Der hessische Verfassungsschutz baut seine Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus im Bildungsbereich massiv aus. Im Jahr 2025 kam das zuständige Kompetenzzentrum Rechtsextremismus, kurz KOREX, nach Angaben des Innenministeriums auf 166 Termine im sogenannten Kultusbereich. Dazu zählen auch Schulen. Brisant: Zum Aufgabenbereich gehören laut KOREX auch „Einzelgespräche mit Personen, die sich möglicherweise im Eingangsstadium einer rechtsextremistischen Radikalisierung befinden“, berichtet Apollo News.

Nach Angaben des von Roman Poseck (CDU) geführten Innenministeriums war KOREX im Jahr 2023 noch bei 18 Terminen im Kultusbereich tätig. 2024 stieg die Zahl auf 120, 2025 auf 166. Damit hat sich die Zahl der Einsätze in diesem Bereich binnen zwei Jahren mehr als verneunfacht. Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion geht nicht genau hervor, wie viele dieser Termine direkt an Schulen stattfanden. KOREX selbst erklärt jedoch, sein Angebot richte sich „insbesondere an Schulen“.

Zum Angebot des Kompetenzzentrums gehören Fortbildungen, Beratungen und Vorträge. Im schulischen Kontext werden unter anderem Lehrerfortbildungen und Elternabende genannt. 2024 hielt KOREX-Leiter Sven Daniel etwa am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel einen Vortrag über Rechtsextremismus in sozialen Netzwerken. Die Veranstaltung wurde laut Frankfurter Neuer Presse von den „Omas gegen Rechts“ in Verbindung mit dem Queer-Café des Gymnasiums organisiert.

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