Elon Musk soll ja schrecklich böse sein, weil er seine Meinung zur deutschen Politik kundtut und die AfD als Lösung vieler Probleme anpreist – zumindest meinen das Grün- und SPD-Politiker sowie einige klar positionierte Medien. Entweder leiden diese Kritiker an Amnesie oder verdrängen einfach die allergrößte Einmischung Deutschlands in den Wahlkampf in einer anderen Nation: Nämlich Jan Böhmermanns Verwicklung in den Ibiza-Krimi und die Sprengung der FPÖ mit einer von deutschen Medien gestarteten Kampagne am 17. Mai 2019.
Böhmermann hat weder die Millionen oder Milliarden, noch den Erfolg von Elon Musk – aber er konnte trotzdem die bisher gewaltigste Einmischung deutscher Politik und Medien in einem Nachbarland starten: Der umstrittene TV-Spaßmacher Jan Böhmermann (43) lieferte bei einer TV-Preisverleihungs-Gala der Wiener Tageszeitung Kurier am 12. April 2019 den Startschuss zur folgenschweren Ibiza-Kampagne gegen die FPÖ. Der TV-Blödler meinte in seiner Video-Botschaft zu seinem Nichterscheinen wörtlich: „Ich hab’ mich gerade ziemlich zugekokst und verhandle mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in der russischen Oligarchenvilla auf Ibiza darüber, ob und wie ich die Kronen Zeitung übernehme.“
Wenige Wochen später war die EU-Wahl angesetzt, die FPÖ hätte schon damals unter Heinz-Christian Strache die Chance gehabt, stimmenstärkste Partei in Österreich zu werden. Und viel wichtiger für die politische Gesamtsituation in Europa: In Kürze stand damals ein Zusmammenschluss aller bedeutenden Rechtsparteien in einem Arbeitsübereinkommen samt Partnerschaftsvertrag bevor.
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