Am vergangenen Donnerstag wurde ein 34-jähriger Polizist im Dienst erschossen. Nach einem Tankstellenraub im saarländischen Völklingen konnte die Polizei den Täter festnehmen. Dieser entriss im Gerangel einem Beamten die Dienstwaffe und schoss mindestens zweimal auf Simon B. Der Polizist erlag seinen Verletzungen. Simon B. ist bereits der zweite Polizist, der dieses Jahr während eines Einsatzes ums Leben kommt.
Doch statt darüber zu diskutieren, wie der Staat diejenigen schützen kann, die für unser aller Schutz sorgen sollen, widmete sich die Hessenschau einen Tag nach dem Mord an Simon B. lieber dem Thema „Racial Profiling“ bei der Polizei.
In dem mehrminütigen Beitrag begleitet ein Reporter zwei Beamte während ihrer Streife im Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Intonierung lässt wenig Raum für ergebnisoffenen Journalismus. Der Sprecher kommentiert zu Anfang: „Sie picken jemanden heraus, mit nordafrikanischem Aussehen“. Und weiter: „Unser Eindruck: Sie verstellen sich nicht vor der Kamera. Sie gehen gezielt auf einen schwarzen Mann zu. Dem Vorwurf von Racial Profiling widersprechen sie vehement.“
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