Der ÖRR-Fernsehmoderator und Journalist Dirk Steffens warnte im Gespräch mit Sandra Maischberger am Dienstagabend vor dem Nachrichtendienst X. Laut Steffens sei die Plattform eine, „die man verlassen“ müsse. „Wir lebten ja wissenschaftlich in dem Irrglauben, wenn wir das Wissen der Welt demokratisieren und für alle Menschen zugänglich machen, wird dieser Planet ein besserer Ort“, erklärte er. Jetzt habe man gelernt: „Das funktioniert nicht.“
Zwar habe man mit einem Handy „das Wissen der Welt“ in der „Hosentasche“, aber dennoch „die alten Vorurteile im Kopf“. Diese seien nicht weggegangen, sondern im Gegenteil stärker geworden. Laut Steffens tragen die Algorithmen der jeweiligen Plattformen die Hauptverantwortung dafür. Diese würden einem immer recht geben, weil sie „halt so gestrickt sind“. Dafür hat er eine Lösung parat, die er bereits selbst testete. „Ich habe in dem letzten Monat einfach nur gute Nachrichten in den sozialen Medien gelikt, und meine Welt strahlt plötzlich sehr sonnig. Es gibt wenig Kriege, die Umwelt wird gerettet, und Menschen lieben sich“, erklärte er.
Das führte er auf die Entstehung sogenannter Blasen zurück. Da die „sich selbst verstärkenden Blasen“ dafür sorgen würden, dass sich Menschen in den sozialen Medien gedanklich nicht mehr „berühren“, sei dies laut Steffens die große Gefahr der sozialen Medien.
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