Marla-Svenja Liebich ist Punk. Während sich Linke, die heute längst an den vollen Fleischtöpfen des Systems sitzen, mit Kampfparolen wie „Fuck the System“ und „Macht kaputt was euch kaputt macht“ immer noch in einem gratismutigen Kampf gegen „das System“ wähnen, ist ausgerechnet ein verurteilter Rechtsextremer im Jahr 2025 angetreten, um das aberwitzige System einer übergeschnappten Transpolitik tatsächlich zu „f*cken“.
Der als Sven Liebich einst angeklagte Neonazi hat im Laufe seines Gerichtsverfahrens sein Geschlecht völlig legal und unter Anwendung des von der Ampelregierung durchgesetzten Selbstbestimmungsgesetzes gewechselt und sich nach allen zur Verfügung stehenden Mitteln der Justiz zur Frau namens Marla Svenja Liebich erklärt. Nun ist sie eben da. Seither hält er die Justiz zum Narren und demonstriert bis in die letzten Details die Absurdität eines Gesetzes, das es Menschen erlaubt, abseits der Fakten und nahezu handstreichartig ihr Geschlecht zu wechseln. Zu Tausenden verklagt Liebich zudem nach eigener Aussage gerade Menschen, die ihn – ebenfalls ganz im Sinne dieses Gesetzes jetzt „misgendern“, auch den Chefredakteur dieses Mediums, in diesem Fall allerdings erfolglos, weil erstmalig ein Gericht endlich klargerückt hat, dass die Berichterstattung über solche Fälle erlaubt ist.
Liebich avanciert derweil auf Social Media zum Kult-Star. Hatte Marla-Svenja im Juni dieses Jahres erst läppische 1.800 Follower bei X hat sich die Gefolgschaft in nur zwei Monaten auf 13.000 Follower versiebenfacht, Trend massiv steigend. Um seine Weiblichkeit auch amtlich auf allen Ebenen zu manifestieren, hat Liebich sogar rückwirkend seine eigene Geburtsurkunde ändern lassen, in der nun mit amtlichem Stempel bestätigt wird, dass Sven schon immer Marla Svenja war und auch als solche einst in Merseburg geboren worden sei.
Jedem, der nun behauptet, er habe das Geschlecht mit Hilfe des Selbstbestimmungsgesetzes geändert lässt er mitteilen, das stimme nicht, er sei schon als Mädchen geboren, und genau genommen sagt seine Geburtsurkunde nun dank dieses Gesetzes auch genau das aus. Mehr „Fuck the System“ ist kaum denkbar.
Während nun Marla-Svenja auf X seine Fingernägel lackiert, im Tigerlilly-Look mit Hut und Schnurrbart Modetipps verbreitet und mit Merchandise Artikeln langsam an seinem Status als Feministin arbeitet, hyperventiliert das Juste Milieu linker Ideologen medial auf allen Kanälen, da nun auch dem letzten bewusst geworden ist, dass Marla Svenja nach der Verurteilung gedenkt, in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz die Haft selbstverständlich im Frauengefängnis anzutreten. Ja, wo denn sonst?
„Missbräuchliche Geschlechtsänderung - Reine Provokation“ hatte die linksintensive taz im Januar 2025 noch gerufen und ihren Lesern und sicher auch den non-binären Leser*innen versichert: „In den Frauenknast kommt Liebich deshalb nicht unbedingt.“ Heute erweist sich der Strohhalm, an den sich die Taz damals klammerte, wenig überraschend als falsch.
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