Am 6. Mai vor einem Jahr leistete Kanzler-Versager Friedrich Merz (CDU) seinen Amtseid. Ein Jahr später ist seine schwarz-rote Chaos-Koalition heillos zerstritten. Auch die Mainstream-Presse glaubt nicht mehr an ihm, wie ein Blick in die morgendliche Presseschau des Deutschlandfunks zeigt.
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) bilanziert: „Zum Jahrestag der Koalition erlebt das Land einen fast schon desillusioniert wirkenden Kanzler, der flehentlich an den Koalitionspartner appelliert, die notwendigen Reformen jetzt auch wirklich anzugehen. Ob das nun die Wende bringt, daran lassen die ersten Äußerungen aus der Sozialdemokratie zweifeln. Es ist der Koalition ganz offenkundig noch nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Bewertung der Realität zu verständigen.“
Der Berliner TAGESSPIEGEL geht auf den Auftritt des Kanzlers im ARD-Talk mit Caren Miosga ein und analysiert: „Wenn der Kanzler seinem Vize Klingbeil öffentlich erklärt, was ‚nicht geht‘, verschiebt er den Verhandlungstisch ins Schaufenster. Das hilft vielleicht in den eigenen Reihen, aber es verengt die Möglichkeiten des Partners, auf ihn einzugehen. Und die SPD ist, bei aller Schwäche, nicht bloß Statistin.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











