Die schwedische Regierung möchte die Anforderungen für den Erwerb der Staatsbürgerschaft deutlich erhöhen. Das kündigten Migrationsminister Johan Forssell und Integrationsministerin Simona Mohamsson von der konservativen Regierung am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz an. Von Einbürgerungswilligen wird Assimilation gefordert – und Kriminelle sollen länger auf den schwedischen Pass warten müssen.
Grundsätzlich soll die Mindestaufenthaltsdauer von fünf auf acht Jahre erhöht werden. Wer in der Vergangenheit straffällig geworden ist und verurteilt wurde, muss hingegen bis zu 17 Jahre warten, um sich um Einbürgerung bewerben zu können. Die Regelung soll für alle Personen über 15 Jahre gelten. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hatte strengere Anforderungen an die Betreuung sowie einen längeren Mindestaufenthalt empfohlen.
Zudem sollen sich Ausländer an den schwedischen Lebensstil anpassen. Die Parteien sprachen in diesem Zusammenhang über einen „ehrlichen Lebensstil“, den die Kandidaten führen müssen. Auch ihren Lebensunterhalt müssten sie selbst verdienen. Laut den „Tidö-Parteien“ der Regierungskoalition ist dafür ein monatliches Einkommen von etwa 2.000 Euro erforderlich. Der Antragsteller darf zudem in den letzten drei Jahren nicht länger als sechs Monate Sozialhilfe bezogen haben. Eine Ausnahme gilt für Studenten und bestimmte andere Gruppen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











