Die inhaftierte frühere RAF-Terroristin Daniela Klette hat eine Grußbotschaft an die Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai“-Demonstration in Berlin übermitteln lassen. Die Mitteilung wurde am Mittwoch von einem vermummten Redner bei der Versammlung verlesen.
Klette, die sich derzeit in Untersuchungshaft in Niedersachsen befindet, erklärte darin: Sie sende „herzliche und kämpferische Grüße aus dem Frauenknast“ und habe sich über die Einladung des Veranstalter-Bündnisses gefreut. Es sei schön, auf diesem Weg an der Demonstration teilhaben zu können, so Klette in ihrer Botschaft weiter.
In ihrer Nachricht bezeichnete Klette den 1. Mai in Berlin als „Ausdruck der Vielfalt von antikapitalistischem und internationalistischem Kampf“. Sie betonte, dort wachse das Bewusstsein, „dass wirkliche Befreiung nur mit der Überwindung von Kapitalismus und Patriarchat zu erreichen ist“. Viele Menschen erlebten die gesellschaftliche Entwicklung ähnlich wie sie, nämlich „von einem Entsetzen ins nächste zu geraten über so viel Abgründiges, das dem Kapitalismus innewohnt“.
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