Märchen: Wie der Staatsfunk uns noch immer über 2015 belügen will

vor 9 Monaten

Märchen: Wie der Staatsfunk uns noch immer über 2015 belügen will
Bildquelle: Tichys Einblick

Märchen am laufenden Band – die erzählen öffentlich-rechtliche Medien nun seit einem Jahrzehnt über die Migration und deren illegales Überborden seit 2015. Dass es dabei zunehmend Märchen aus 1001 Nacht werden, wird billigend in Kauf genommen. Auch der neue Doku-Kommentar der Deutschen Welle (25 Minuten, am Freitag auf Phoenix ausgestrahlt) macht da keine Ausnahme, ist eine Art stille Krönung der Methode: „10 Jahre ‚Wir schaffen das‘ – Wie Migration Deutschland verändert hat“ ist weniger Rückblick oder Analyse. vielmehr eine Anleitung zum Weiter-So. Der ÖRR – und mit ihm unser einziger Staatssender, die DW – versucht, am eigenen Narrativ festzuhalten. Alles sei doch eigentlich ganz gut gelaufen, bei nur wenigen Schwierigkeiten, die man ausbügeln könne. Doch daran gibt es immer mehr Zweifel.

Der Trick liegt vor allem in der Schein-Objektivität des Filmchens, dessen Dramaturgie durchaus interessant ist. Los geht es mit der Frage, wie Deutschland nur vom großen Teddybär-Werfen am Münchner oder auch Frankfurter Bahnhof zu den Grenzkontrollen von 2025 gekommen ist.

Die Antwort ist einfach: Im Sommer 2015 genügte eine winzige Minderheit von vermutlich damals schon asylindustriell tätigen Grün*innen, um die Illusion einer Aufhebung von langjähriger Schuld auf die Mattscheiben zu projizieren. Viele Grün*innen sprachen damals davon (auch im privaten Gespräch), was es doch für eine „Chance“ sei, jetzt endlich auf die Seite der „Guten“ zu wechseln, nach 70 Jahren Schuld-Nachbearbeitung. Ihre handfesten Interessen als Sozialarbeiter, Deutsch-Lehrer oder NGO-Betroffenheitsausbeuter verschwiegen sie dabei.

Es folgen im Film die Skeptiker und Kritiker. Gestandene Männer aus Boostedt in Schleswig-Holstein sagen, dass es ihnen nach zehn Jahren „irgendwann“ reicht mit der Asylflut. Sie sehen recht gewöhnlich aus, und so wird das halbwegs unkommentiert stehen gelassen. Es sind ihnen zu viele, die Migrationskrise, finden sie, sollte allmählich enden. Dagegen kann man wenig sagen.

Dann wird behauptet, dass inzwischen 3,5 Millionen „Geflüchtete“ im Land seien, was nach vielen eine Untertreibung ist, mithin nicht objektiv. Dazu gibt es Bilder von flanierenden Großfamilien und jungen Männern, die Fußball spielen oder vor Containern Fahrrad fahren. Ein Zuwanderer mit einem großformatigen Merkel-Ausdruck, auf dem sie paradoxerweise vor einer hängenden Deutschlandfahne steht. Einen „mutigen Schritt“ habe Merkel gewagt – den Sprung ins Ungewisse, würden andere sagen. Gefeiert und verurteilt worden sei die Kanzlerin dafür – kurze Einblendung eines Compact-Titels mit Merkel als verschleierter Muslima.

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