Der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags fand am Donnerstag mit der Befragung von Wirtschaftsminister Robert Habeck seinen Höhepunkt. Der Grünen-Politiker versuchte während der gesamten Sitzungszeit so gut es ging zu mauern, Fragen auszuweichen oder auf andere Sachverhalte zu verweisen. Für den Vorsitzenden des Gremiums, den Unionspolitiker Dr. Stefan Heck, war die Sache dennoch schon davor klar: Dass Habecks Behörde eine mögliche Laufzeitverlängerung nicht ergebnisoffen untersuchte, stand für die CDU aufgrund der gesichteten Dokumente fest.
Wie zäh es zwischen den Abgeordneten im Untersuchungsausschuss und Habeck zugehen sollte, zeigte sich bereits zu Beginn, als sich der Wirtschaftsminister wie alle Zeugen vorstellen musste. „Robert Christoph Habeck, 55 Jahre alt, Wohnort ist Flensburg“, erklärte der Grünen-Politiker. „Beruf?“, fragte Heck. „Der ist Politiker“, antwortete Habeck. Heck ergänzte: „Bundesminister in dem Fall“. Damit war Habeck jedoch nicht ganz einverstanden: „Ich glaube, Minister ist kein Beruf, sondern ein Auftrag auf Zeit.“
Habeck ließ es sich auch nicht gefallen, als Heck den Vorwurf äußerte, eine E-Mail eines Energiebetreibers würde nicht die Feststellung beinhalten, ein Weiterbetrieb sei technisch nicht möglich. Der Wirtschaftsminister forderte die entsprechende Akte an – Heck überging das. „Jetzt!“, forderte Habeck plötzlich deutlich und erläuterte nach dem Lesen der Akte, Heck habe den Inhalt der E-Mail „falsch zusammengefasst“.
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