Drei Aufgaben hat ein Pilot: „aviate, navigate, communicate“. Er muss sein Flugzeug kontrolliert durch die Luft fliegen, auf sicherem Kurs zum Ziel steuern, und er muss funken, um anderen nicht in die Quere zu kommen. Beim Landen müssen dann Flugrichtung, Geschwindigkeit und Sinkrate stimmen, um metergenau auf der Bahn aufzusetzen. Je nach Sicht und Wind kann das schwierig sein.
Früher haben sich Pilot, Copilot, Navigator, Funker und Flugingenieur die Arbeit geteilt. Technischer Fortschritt hat ihre Aufgaben erleichtert und sie schließlich überflüssig gemacht. Seit 1980 ist das Zwei-Mann-Cockpit die Norm; es wird sogar gemunkelt, ein Computer könne bald den Job ganz allein machen.
In der Luftfahrt hat es nun einen „Quantensprung“ gegeben. Da gibt es jetzt eine Spezies an Fluggeräten, die sich schneller verbreitet als Mücken am sommerlichen Dorfteich: die Drohnen. Ihre Überlegenheit beruht auf der einfachen Bauweise. Während die klassischen Flugmaschinen aus unendlich vielen beweglichen Teilen bestehen, hat die Drohne nur vier, nämlich vier Motoren, die jeder an den vier Enden des kreuzförmigen Rumpfes angebracht sind und einen kleinen Propeller antreiben. Der bläst Luft nach unten und erzeugt Auftrieb. Wegen der Zahl vier und der Verwandtschaft zum Helikopter wird dieses Gerät Quadrocopter genannt.
Bei genug Auftrieb hebt der Quadro vom Boden ab und dank der vier tragenden Propeller steht er wie ein Tisch auf vier Beinen. Dreht einer der vier Motoren aber mehr auf, dann neigt sich der Apparat und er beginnt in eine bestimmte Richtung zu fliegen. Durch die intelligente Steuerung der vier Motoren können dann alle erdenklichen Flugmanöver ausgeführt werden. Die für die Steuerung der Motoren benötigte Intelligenz kommt von einem Chip, in dessen Entwicklung unendlich viel Denkarbeit investiert wurde, dessen Herstellung aber spottbillig ist; und der Strom für die vier Motoren kommt aus einer Lithium-Batterie.
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