Der erneute Kurswechsel des Verbands Die Familienunternehmer im Umgang mit der AfD stößt in der Regierungskoalition auf Zustimmung. Vertreter von CDU und SPD loben die abrupte Abkehr von der erst vor wenigen Monaten eingeschlagenen Öffnung gegenüber der Oppositionspartei.
Von einer überfälligen Entscheidung sprach Dennis Radtke, der Bundesvorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügel. „Drohender Mitglieder- und Einnahmeverlust scheint bei Unternehmern zu wirken“, sagte er dem Handelsblatt. Die Glaubwürdigkeit der Wende müssten jedoch in erster Linie die Mitgliedsunternehmen bewerten. Er begrüße, „dass so viele Farbe bekannt und sich von dieser fatalen Entscheidung distanziert haben“.
Es sei ein „schwerer Fehler der Verbandsspitze, sich der AfD anzunähern und damit der Normalisierung einer völkisch-nationalistischen Partei Vorschub zu leisten“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) der Zeitung. Der nun vollzogene Rückzug sei ein „ermutigendes Zeichen“, dass die Mitgliedsunternehmen den Kurs gestoppt hätten. Demokratie und Weltoffenheit seien wesentliche Erfolgsfaktoren der deutschen Wirtschaft, die es zu verteidigen gelte.
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