Sowohl Lisa als auch Jonathan hätten sich, so viel steht fest, in den vergangenen Tagen gewünscht, auf einen Junggesellenabschied zu treffen.
Sowohl Lisa als auch Jonathan trafen aber nicht auf feiernde Trunkenbolde, die dem Vorhochzeitsbrauch nachgehen. Vielmehr begegneten sie Asylbewerbern: Der 21-jährige Jonathan aus den USA wollte in der Nacht zum Sonntag Frauen in Dresden beschützen, die sexuell belästigt wurden. Die 17-jährige Lisa in den Niederlanden war auf dem Heimweg auf dem Fahrrad, als sie auf einen Asylbewerber traf, der sie erst vom Fahrrad stieß – und später ermorden sollte. Der US-Amerikaner in Dresden wurde mit mehreren Schnitten im Gesicht verletzt, sein beherztes Eingreifen hätte auch tödlich enden können.
Und damit sind wir bei der neuesten Dokumentation der Journalistin Dunja Hayali, die sich jüngst für das ZDF auf die Suche nach der „inneren (Un)sicherheit“ gemacht hat. Dabei traf die 51-jährige, die auch schon Gelder für Moderationen von der Bundesregierung kassierte, auf die „Quattro-Streife“ am Bremer Hauptbahnhof, auf Therapeutinnen, die mit Migranten arbeiten, oder Radikalisierungsforscher, die für die hierzulande empfundene Unsicherheit wirkmächtige Social-Media-Algorithmen ursächlich sehen, die Usern gezielt Angst machten.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











