Im nordrhein-westfälischen Bad Salzuflen sind am Montagabend Polizei und Feuerwehr ausgerückt, nachdem das AfD-Fraktionsbüro einen Briefumschlag mit einer unbekannten weißen Substanz erhalten hatte. Darüber berichtet unter anderem die AfD-Lokalpolitikerin Sabine Reinknecht in einem Facebook-Beitrag. Reinknecht, die in der Vergangenheit kurzzeitig stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Salzuflen war, öffnete den Briefumschlag nach eigenen Angaben selbst.
Neben der Substanz lag der Sendung auch ein gegen die AfD gerichtetes Schreiben bei. „Meine heilige Asche als Symbol für den Widerstand gegen Sie und alle Unterstützer Ihrer Gesinnung. Wir sind mehr. Nie wieder ist jetzt. a*d verbot jetzt. Geh nach Moskau. Rote kapelle 2.2“, heißt es in dem Schreiben, das dem Nachrichtenportal Nius vorliegt.
Als fiktive Absenderin wird in dem Schreiben „Hilde Coppi“ genannt; datiert ist es auf den 5. August 1943 in Plötzensee. Hilde Coppi war eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, die am genannten Datum vom NS-Regime hingerichtet wurde. Coppi wird häufig mit der „Roten Kapelle“ in Verbindung gebracht – einem Sammelbegriff, den die Gestapo für verschiedene kommunistische Widerstandsgruppen verwendete.
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